Der SPD-Ortsverein besteht aus acht Ortsbezirken, die sich nach den Ortschaften der Gemeinde Bovenden gliedern. Die Gemeinde hat fast 14.000 Einwohner, von denen circa die Hälfte im Hauptort Bovenden wohnt. In dieser Rubrik können Sie sich über die einzelnen Ortsbezirke informieren, Ansprechpartner suchen und den Vorstand kennen lernen.

Billingshausen

Billingshausen hat rund 700 Einwohner. 

Der Ortsteil Billingshausen ist entlang des Rodebaches, zunächst als Angerdorf, planmäßig angelegt worden. Die Gemarkung wird eingerahmt vom Nörtener Wald, den Lippbergen und dem Pleßforst. Zwischen 1180 und 1195 ist Billingshausen das erste Mal sicher nachgewiesen (Kloster Katlenburg). Frühe Spuren des Ortes gehen noch weiter zurück, möglicherweise bis in das 10. Jahrhundert (Kloster Korvei). 

Im Ortsrat ist die SPD mit vier ordentlichen Mitgliedern vertreten. Ansprechpartner des SPD-Ortsbezirks ist Jost Degenhardt.

 

Ober-Billingshausen (linkes Wappen)
Schräggestellter Maueranker (Herrschaft Plesse), darüber Kuckuck (redendes Eigensymbol des Dorfes).

Unter-Billingshausen (rechtes Wappen)
Maueranker (Herrschaft Plesse) über zwei gekreuzten Schlüsseln (Erzbischof. v. Mainz / Hardenberg).

Bovenden
Wappen Bovenden

Bovenden hat rund 6.790 Einwohner. Der Hauptort der Gemeinde wurde erstmals 949 urkundlich erwähnt.

Im Ortsrat ist die SPD mit vier ordentlichen Mitgliedern und drei beratenden Mitgliedern vertreten. Ansprechpartner des SPD-Ortsbezirks Bovenden ist Jörg Magull.

Eddigehausen
Eddigehausen

Eddigehausen hat circa 1.700 Einwohner. Der Ort feierte 1992 sein 800-jähriges Bestehen.

Emmenhausen
Emmenhausen

Emmenhausen hat rund 170 Einwohner. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 1093.

Harste
Harste

Harste hat rund 1.110 Einwohner. Der Ort wurde 952 erstmals urkundlich erwähnt.

Lenglern
Lenglern

Lenglern hat rund 2.260 Einwohner. Das Dorf wurde erstmal 966 urkundlich erwähnt.

Reyershausen
Reyershausen

Reyershausen hat rund 970 Einwohner. Der Ort wurde 1205 erstmals urkundlich erwähnt.

Spanbeck
Spanbeck

Spanbeck hat rund 360 Einwohner. Der Ort wurde erstmals im Jahr 1284 urkundlich erwähnt.

Die Geschichte des Ortsvereins

Für ausführliche Informationen zur Geschichte des Ortsvereins bitte diesem Link folgen:

Wilhelm Lechte
Wilhelm Lechte

Keimzelle der SPD in Bovenden war die Tabakindustrie. Bereits im 17. Jahrhundert ist der Tabakanabau im Leinetal nachweisbar, aber erst im 19. Jahrhundert erfuhr dieser Wirtschaftszweig einen spürbaren Aufschwung. Zahlreiche neue Tabakfabriken entstanden, von denen sich die Firma Löwenthal in Bovenden zu einer der größeren Industriean- lagen entwickelte. Das Fabrikationsgebäude der Zigarren- fabrik (Standort: Im Bache 24) wurde 1873 von Elias Löwenthal gekauft und grundlegend umgebaut. Die Fabrik existierte bis 1927. Mit dem 1878 erlassenen, sogenannten „Sozialistengesetz“ wurden sämtliche Parteiorganisationen und –zeitungen verboten. Um die Verbindung zwischen den Parteisympathisanten vor Ort nicht zu verlieren, entstanden zahlreiche „Tarnorganisationen“. In Bovenden gründeten sozialdemokratisch gesinnte Zigarrenarbeiter der Firma Löwenthal und Arbeiter in der Landwirtschaft den Gesangs- verein „Troubadour“. Laut einem Bericht des Gründungsmit- gliedes Wilhelm Lechte fand die Gründung 1883 statt.

Mitarbeiter der Fa. Löwenthal im Jahr 1883 zum 25-jährigen Firmenjubiläum

Schwierigkeiten bei der Forschung zur SPD-Parteien-geschichte im ländlichen Raum ergeben sich aus der allgemein schlechten Quellenüberlieferung. Dennoch war es dank der Recherche des Genossen Oliver Schael möglich, aus diversen zeitgenössischen Zei-tungen Informationen herauszulesen. Vor allem die Blätter "Volkswille“ und „Volks- blatt“ halfen ihm, der Geschichte des Ortsvereins ein wenig auf die Spur zu kommen. Der „Volkswille“ erschien ab 1890 und be- richtete über die Provinz Hannover. Das „Volksblatt“ erschien ab 1919 und informierte über die südhanno- verschen Kreise, unter anderem Göttingen. Das Ergebnis der Recherche kann sich sehen lassen:

Nach den Unterlagen, die der Männergesangsverein „Troubadour“ besitzt, fällt das Gründungsdatum aller- dings auf den 22. März 1882. Die Existenz einer SPD-Organisation vor diesem Datum konnte bis jetzt nicht nachgewiesen werden. Nachdem das „Sozialistenge- setz“ am 30. September 1890 auslief (es wurde nicht mehr verlängert), gründeten die Bovender Genossen noch im selben Jahr als erste offizielle Organisation den SPD-Wahlverein Bovenden. Ein genaues Gründungsdatum war nicht zu ermitteln.